Spielregeln
Die folgenden Regeln sind aus dem Jahr 1996. Im grossen und ganzen haben sie sich bewährt. Bevor die Regeln zu fest umgebogen werden, sollte man sich vergewissern, ob das Auswertungsprogramm die Änderungen auch mitmacht.
Im Prinzip ist das Ferropoly dem Monopoly sehr ähnlich. Die Gruppe hat gewonnen, die am Ende des Spieles am meisten Geld hat. Geld kann man auf drei Arten verdienen : Durch Zinsen, Mieten und Chance. Auf die beiden letztgenannten Arten kann die Gruppe ihr Geld auch wieder verlieren... Im folgenden nun die detaillierten Spielregeln:
1. Spielzeit
Das Spiel beginnt morgens um punkt 6 Uhr. Die Spielkarten dürfen schon ab 4 Uhr entwertet werden. Während der Mittagspause (Für Euch Gelegenheit zum Städtebummel, für uns eine Verschnaufpause...) von 12:30 bis 13:30 werden keine Telephone entgegengenommen. Der letzte Termin für ein Telephon ist um 19:00.
2. Geld
Jede Gruppe hat zu Beginn des Spiels Fr. 4000.- auf ihrem Konto. Das Startgeld von 4000.- wird zu jeder vollen Stunde zusammen mit dem Zins ausbezahlt. (1.Auszahlung des Startgeldes: 6:00) Der Zins lässt sich aus der vor dem Spiel verteilten Preisliste errechnen (hängt ab vom Kaufpreis des Grundstücks sowie der darauf errichteten Häuser). Besitzt eine Gruppe eine Serie so wird für diese Orte der doppelte Zins ausbezahlt. Sollte der Kontostand der Gruppe vor der Zinsverteilung unter Null sein, bezahlt die Gruppe einen Strafzins zugunsten des Parkplatzes. (20% der Bankschulden : Bei zB Fr. -1000.- = Fr. 200.-) Der aktuelle Kontostand wird der Gruppe bei jedem Telephon auf Wunsch bekanntgegeben.
Nach dem letzten Telephon um 19:00 wird das Startgeld noch einmal ausbezahlt. So kann man eine Stunde länger als bisher Häuser bauen und Grundstücke kaufen (Amortisation).
3. Grundstück kaufen
Um ein Grundstück zu kaufen muss am entsprechenden Ort die Stempelkarte entwertet und dann die Zentrale angerufen werden. Stempeln zwei Gruppen zur selben Zeit, so erhält die Gruppe das Grundstück die zuerst anruft. Die Stempelkarten werden am Ende des Spieles stichprobenweise kontrolliert. Der Anruf hat von einer öffentlichen Telephonzelle aus, möglichst nahe vom entsprechenden Ort, zu erfolgen. (-> Natel)
4. "bereits verkauft"
Ruft eine Gruppe aus einem bereits verkauften Ort an, muss sie die aktuelle Miete an die Eigentümergruppe bezahlen. Dies muss sie aber nur, wenn sie versucht das betreffende Ort zu kaufen. Wer nur anruft um Häuser zu bauen bezahlt nichts, erfährt aber auch nichts über die nächsten Orte. Die Miete verdoppelt sich falls die Eigentümergruppe die ganze Ortsgruppe besitzt.
5. Häuser
Um ein Haus zu kaufen muss die Gruppe weder die vollständige Serie haben noch muss sie am entsprechenden Ort sein. Pro Grundstück kann jede Stunde maximal ein Haus gekauft werden. Häuser können nicht für die letzte Stunde bezogen werden. Jeweils ab der vollen Stunde können alle Gruppen wieder bauen. Extremfall: Wenn das Grundstück um zB 14:59 Uhr gekauft wird, kann bereits um 15:00 das erste Haus gebaut werden.
Ein Haus/Hotel kostet 1000.-
6. Chance-Kanzlei-Parkplatz
Bei jedem Anruf hat man die Chance Geld zu gewinnen - oder zu verlieren. Es handelt sich dabei um Zufallsbeträge zwischen Fr. 1000.- bis Fr. 10000.- ausser : Bei einem Parkplatzgewinn bekommt die Gruppe den ganzen Parkplatzbetrag. (Das war in den letzten Jahren manchmal ansehnlich viel !!) Ab und zu stellen wir Euch am Telephon eine Frage. Ihr könnt einen Betrag bis 10'000.- als Einsatz setzen. Ist die Antwort dann richtig, gewinnt ihr denselben Betrag. Im andern Fall ist der Einsatz futsch. (No risk - No fun...)
Sämtliche Bankgewinne (ausser Häuserbau) landen auf dem Parkplatz.
7. Sieger
Gewonnen hat, wer am Schluss am meisten Geld und spätestens um 19:55 am Bahnhof Wetzikon (vor dem Kiosk) ist.
8. Handys
Die Verwendung von Handys ist verboten ! Einzige Ausnahme: Öffentliche Natel-Stationen in Zügen und Schiffen. Wer sich nicht an diese Regel hält wird disqualifiziert. (Für Juristen: Das "tragen" eines Handys ist "legal", es darf aber in keiner Art und Weise für das Ferropoly eingesetzt werden)
9. "JOKER"-Orte
Dies sind acht ganz spezielle Orte: Erstens liegen sie irgendwo zuhinderst im Getto, zweitens sind sie nicht auf der Preisliste und drittens: man kann sie weder kaufen noch Häuser darauf bauen. Aber: Sie bringen eine Menge Geld - sofern die Gruppe als erste dort ist. (Fr. 100'000.- für die erste Gruppe, die zweite erhält ein 'Trostpflaster' von Fr. 50'000.- und nachher gibt's nichts mehr.) Aber wie im täglichen Leben gibt's nichts gratis, das Geld muss sich verdient werden:
- Die acht Orte werden erst am Spieltag beim ersten Anruf der Gruppe nach 11:00 angegeben.
- An diesen Plätzen gibt es keine Billetautomaten. Als Bestätigung wollen wir von euch eine Visitenkarte / Quittung eines Gasthofes in diesem Ort. Aus dieser muss aber der Herkunftsort klar ersichtlich sein ! Auch hier gilt: Erst anrufen wenn Ihr etwas Hieb- und Stichfestes in der Hand habt !
- Die Prämie,die die ersten beiden Gruppen erhalten sind einmalig. Es gibt keinen Zins und keine Miete auf Joker-Orte.
10. Telephon
Die Telephonnummer während des Spiels ist: Deine Nummer
Folgende Infos geben wir Euch auf Wunsch:
- Euren Kontostand
- Besitzverhältnisse der nächsten 2-4 Orte
Und das sagen wir nicht:
- Ob das Ort, das ihr kaufen wollt frei ist oder nicht
- Wo genau die anderen Gruppen sind und was diese vorhaben
- Euren aktuellen Rang (es soll ja spannend bleiben...)
11. Diverses / Tips
Gruppen teilen : Die Gruppen müssen während der ganzen Spielzeit zusammenbleiben.
Kursbuch und Karte (wenn möglich die der SBB) bringen euch nur Vorteile ... (Dasselbe gilt auch für das Autobuskursbuch !)
Auch dieses Jahr sind ein paar "ganz fiese" Orte zu kaufen, in denen es garantiert keine Stempelautomaten gibt (und früher sogar mal Jokerorte waren). Dazu gehören u.a Zinal, Evian les Bains, Laax, Haute - Nendaz,... Für diese Orte müsst ihr wie bei den Jokerorten irgendetwas Hieb- und Stichfestes auftreiben.
Deutsches,Französisches und Italienisches Kleingeld wäre von Vorteil.
Es gibt leider in der Schweiz mehrere Billetformate. Deshalb: nehmt unbedingt ein Sackmesser mit ! So könnt ihr Notfalls die Stempelkarten selbst zuschneiden.
Busslinien und Pässe müssen selbst nicht abgefahren werden. (Ist in dieser Jahreszeit oft auch nicht möglich) Um diese "Orte" zu kaufen muss lediglich an den beiden angegebenen Orten abgestempelt werden. (zB Col du Pillon: Gstaad und Les Diablerets)
Es ist erlaubt, mehrere Orte zu stempeln und dann mit einem Telephon alle zu kaufen. ABER: Der Anruf muss von der Gruppe kommen und nicht von irgendwelchen Zentralen zuhause! Ebenfalls ist es nicht verboten, "unbeteiligte" Zugspassagiere für ein Telephon an die Zentrale einzuspannen (Ohne Natel, aber mit sämtlichen Risiken und "Nebenwirkungen"...)
Die Gruppen dürfen nur öffentliche Verkehrsmittel (inkl. Velo und Autostop, aber keine "Privattaxis") benutzen.
Ein kleiner Tip für "Newcomer": die Tageskarte ist von 0:00 bis 23:59 gültig. Nach Mitternacht fahren in Zürich noch Züge in Richtung Bern / Basel, Chiasso und Luzern. Ein bisschen weniger Schlaf erhöhen die Gewinnchancen gewaltig...
12. Fairplay
Das Ferropoly ist auch nur ein Spiel. Also bitte nicht sauer sein, falls ihr einmal Miete bezahlen müsst - ich kann ja auch nichts dafür... Ebenfalls sind "Spezialwünsche" leider nicht möglich (zB Häuserbauen für die letzte Stunde, da die Gruppe vorher nicht telephonieren konnte weil der Zug verspätung hatte und Natel ja verboten sind und und und...)
Sollte ich während des Spiels feststellen, dass eine Gruppe die Spielregeln gar etwas zu sehr zu ihren Gunsten auslegt oder dass eine Gruppe sogar die Spielregeln verletzt, behalte ich mir eine angemessene "Bestrafung" dieser Gruppe vor (von Geldabzug bis Disqualifikation). Um der "Versuchung" gleich vorzubeugen: Das Spiel wird mit dem Computer ausgewertet und da fällt es auf, wenn ihr für die Strecke Scuol - Genf nur eine Stunde gebraucht habt... Da ich aber für solche Massnahmen überhaupt keine Lust habe, bin ich gerne bereit Fragen zu den Regeln zu beantworten.