Organisation
Was braucht man für ein Ferropoly?
- Mindestens 5 Gruppen die mitspielen (je mehr desto besser, ideal sind 10 - 15 Gruppen. Nachher wird's auf dem SBB-Netz wieder etwas eng. Das Programm kann maximal 30 Gruppen verwalten)
- Für alle ohne GA eine SBB-Tageskarte sowie Spiel-Stempelkarten
- Für die Auswertung des Spieles einen PC mit einem 32-Bit Windows, die Ferropoly-Software, ein Telephon in Reichweite des PC's und sehr geduldige Mitbewohner...
Tipps zur Preislistengestaltung
Nachfolgend ein paar Tipps für eine möglichst ausgewogene (und damit faire) Preisliste:
Die Orte sollten über den ganzen Spielbereich gleichmässig verteilt werden - sowohl in der Anzahl wie auch preislich. Andernfalls riskiert man, dass sich sämtliche Gruppen in einer Region aufhalten und sich somit in die Quere kommen (spätestens nachdem eine Gruppe zum dritten mal hintereinander ein Ort kaufen will, das bereits verkauft ist, sinkt die Motivation dieser Gruppe rapide). Nicht nur geographische Distanzen müssen berücksichtigt werden, auch die benötigte Zeit, sich in einem Gebiet fortzubewegen. So ist beispielsweise die Strecke Bern - Zürich wesentlich länger als Bergün - Poschiavo, für die zweite wird allerdings rund die doppelte Zeit benötigt. Aus diesem Grund sollten die Orte in den Berggebieten etwas dichter gestreut sein, damit auch diese Regionen für die Spielgruppen interessant werden. Da die Westschweiz ein wahres Bahnparadies ist, ist die Gefahr gross, dass die Preisliste zu "Westschweizlastig" wird.
Orte an den Hauptverkehrsachsen sollten möglichst billig sein. Zürich, Olten, St. Gallen, Bern und Biel beispielsweise werden sehr häufig angefahren und dienen oft als Durchgangsbahnhof zum Umsteigen. Orte wiederum, für die man einen Regionalzug benutzen muss (z.B Horw oder Nottwil) oder Orte, die den Endpunkt einer Linie bilden (z.B. Vallorbe, Bière oder Arosa) sollten eher teuer gewählt werden. Selbstverständlich sollten in der unmittelbaren Wohnregion der TeilnehmerInnen keine allzu teuren Orte sein.
Für einige Linien gelten Einschränkungen für die Tageskarte. Dazu gehört unter anderen die Jungfraubahn. Die PTT verlangen für touristische Strecken einen Aufschlag von 5.-, was besonders für den San Bernardino wichtig ist. Trotz dieser Mehrkosten sollten Orte an solchen Linien in der Preisliste vertreten sein, denn wenn sich eine Gruppe für eine Fahrt von z.B. Chur nach Bellinzona entschliesst, wäre es nur fair, wenn sie sich doch noch am Spielgeschehen beteiligen darf. Damit aber nicht die Gruppe mit dem grössten Budget gewinnt, sollten diese Orte in der unteren Hälfte der Preisliste sein. Orte wie Rochers de Naye oder das Jungfraujoch an die Spitze der Preisliste zu setzten ist in meinen Augen ein blanker Unsinn.
Orte, die nur mit dem Bus erreichbar sind, sollten eher sparsam verwendet werden. Die Gruppen könnten da nämlich bei der Beschaffung der Quittung in arge Schwierigkeiten kommen, zudem ist die Gefahr, dass Quittungen im Vorraus beschafft werden leider relativ gross. Für Jokerorte sind solche Orte aber sehr geeignet (NIE ein Jokerort an eine Bahnlinie setzten - das ist viel zu einfach!). Die Jokerorte sollten möglichst weit im Busch sein und dementsprechend fies. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die Gruppen innerhalb der Spielzeit wieder an das Ziel zurückkehren können, auch wenn sie nicht gerade in unmittelbarster Nähe dieses Ortes sind. Gerade für Orte im Wallis und Tessin ist das für Nordschweizer problematisch.
In vielen Städten ist das GA auch für Bus und Tram gültig. So sind in der von mir erstellten Ortsliste bereits Bern Bundesplatz, Basel Barfüsserplatz, Fribourg Tilleul, Lausanne Ouchy und Zürich Paradeplatz vorhanden. Bei solchen Plätzen ist es wichtig, dass ein Stempelautomat vorhanden ist, andernfalls hat die Gruppe ein Problem... Da ich keine Zeit habe, den Stempelautomaten in den Städten nachzureisen, bin ich um neue geeignete Orte sehr dankbar!
Was nehmen die Gruppen mit?
Zum einen sollten die Gruppen von der Spielleitung eine Grundausrüstung erhalten. Dazu zählen:
- Die Stempelkarten im Format der Mehrfachfartenkarten. Dicker Halbkarton eignet sich dafür vorzüglich. Jede Gruppe sollte 3-4 Karten erhalten.
- Die Spielregeln mit der Telephonnummer der Zentrale
- Das Faltblatt "Gültigkeitsbereich der Tageskarte", das man an jedem Bahnschalter gratis bekommt.
Weiter ist es im eigenen Interesse der Gruppen, dass sie folgendes Material dabei haben:
- GA/Tageskarte oder Verkehrsverbundtageskarte, je nach Spielbereich
- Kursbücher SBB und PTT (für Techno-Freaks auch in Form eines PC)
- Bahnkarte der SBB, in welcher sämtliche Bahn- und Buslinien verzeichnet sind
- Sackmesser, damit die Stempelkarten selber zugeschnitten werden können
- Swisscom-Taxcard und Kleingeld für die Anrufe an die Zentrale (je nach Preisliste auch Kleingeld der umliegenden Nachbarländer).